Entenküken gefunden – und jetzt?! Ein Gartenkrimi mit Happy End
Kino im Garten, Party im Pool. Plötzlich ein aufgeregter Gast: Vier Entenküken sind aufgetaucht. Auf der Straße liegt die tote Mutter. Der Krimi startet.
Aufgeregte Menschen rennen den verschreckt piepsenden Tieren in der Hecke hinterher. Vier Stück werden schließlich geborgen und in eine Schachtel gesetzt. Man muss den Deckel zudrücken, weil die wilden Viecher mit ihren Schnäbeln dagegendrücken und versuchen, herauszuspringen.
Plötzlich alleingelassen
Es wird angefangen, KI zu fragen und herumzutelefonieren. Jeder hat eine bessere Idee. Doch plötzlich müssen alle weg – und ich stehe mit der Schachtel alleine da.
Na gut, kein Problem. Einen Kontakt habe ich, der mir erklärt, was ich tun soll: wärmen. Was sage ich? Wir haben 34 Grad draußen! Wir verrecken alle vor Hitze und liegen im Pool!? Ja, aber diese kleinen Fitzelchen würden normalerweise in der Natur unter dem Flügel der Mama sitzen und es kuschelig warm haben.
Einzug ins Haus
Also gut. Ich habe die Wärmflasche geholt und sie in eine Aldi-Stofftasche gepackt – ich will ja nicht, dass sie mir die Wärmflasche vollkacken. Kiste aufgemacht, und was sehe ich? Die vier Winzlinge drücken sich in eine Ecke, zittern und sind so klein, dass sie mir so richtig ans Herz gehen.
Schnell eine zweite Wärmflasche dazugepackt. Und nun? Party weiterfeiern? Plötzlich kommt einer und meint: „Ja, und wenn der Fuchs heute Nacht die Schachtel knackt?" Das geht gar nicht. Also ab ins Haus mit den Viechern!
Die Telefon-Odyssee
Die Telefon-Odyssee
Am nächsten Morgen geht die Telefon-Odyssee los: Unzählige Telefonate mit Aufforderungen von Anrufbeantwortern, Kontaktformulare auszufüllen, und KI-Bots, die allesamt unterschiedliche Tipps geben. Dann endlich eine menschliche Stimme von einer Tierklinik. Sie gibt mir den Tipp: „Suchen Sie eine Entenmutter und legen Sie die Tiere daneben. Hoffen Sie, dass die Mutter sie annimmt."
Aha. Wo finde ich eine Entenmutter? Wie erkenne ich die? Wird die mich überhaupt an sich heranlassen? Nee, keine Lösung.
Also wieder von vorne herumtelefonieren. Die beste Nachricht stand auf der Webseite einer Tiernotrettung: „Aufgrund der enormen Hitze, die eine Gefahr für Mensch und Tier darstellt, kann die Sprechstunde zur Tierrettung heute nicht stattfinden." Na großartig.
Die Rettung aus der Nachbarschaft
Inzwischen kümmert sich mein Partner liebevoll. Er stellt ihnen eine kleine Schale Wasser hin, bettet sie in eine neue, kleine Gemüsekiste und spricht ihnen gut zu. Ich glaube, sie haben ihn schon als ihre Mutter anerkannt.
Am Ende ergibt sich dann das Naheliegendste: Eine Gartennachbarin, ihres Zeichens liebevolle Oma, übernimmt die Tiere. Sie lacht: „Ich habe schon so viele Hühner, Enten und Elstern großgezogen. Die vier haben bei mir auch noch Platz. Und wenn sie fliegen wollen, dann bringe ich ihnen auch noch das Fliegen bei."
