Böser Winter und Zank in der Kolonie
Winter in Berlin. Es schneit! Auf den Gehwegen dicke, gefährliche Eisplatten. Und die BVG streikt– echt jetzt? Ja, tut sie.
Räumungsdienste sind überfordert. Kein Salz. Oh Gott, nein! Lieber brechen sich die älteren Leutchen ein paar Knochen, als dass wir ein Körnchen von dem Teufelszeug auf den Asphalt streuen!
Hier beginnt eine neue Geschichte aus dem „aktiven und lustigen“ Gartenleben in der Kolonie Mondenstrahl.*
Eisbarriere führt zu Hausarrest
Wie gesagt: Die Zustände sind apokalyptisch. Die Spikes für die Schuhe sind seit Wochen ausverkauft.
Der Gottlieb wohnt in der Kolonie und ist sehr schlecht zu Fuß. Mit seinem Rollstuhl kommt er nicht mehr über die Eisbarrieren vor dem Tor und somit nicht mehr aus der Anlage heraus. Er beschwert sich herzzerreißend und zieht sich danach in sein Schneckenhaus zurück. Der Winter wird auch irgendwann vergehen und so lange ernährt er sich halt von Tütensuppen.
Krille schimpft den lieben langen Tag, dass das so nicht sein könne. Man bezahle teures Geld für eine Räumungsfirma, die gerade mal zehn Zentimeter Radweg freiräumt, für Splitt aber kein Budget mehr übrig habe.
Nachbar Max hat keine Lust auf solche Diskussionen; er räumt die schmale Spur vor seiner Parzelle frei und lässt dem Winter seinen Lauf.
Bis es ihn der Länge nach hinschlägt.
Slapstick auf dem Glatteis: Die „Dick und Doof“-Nummer
Eine reinste „Dick und Doof“-Nummer, wie der Max da auf dem Hintern landet. Gut, dass seine angeschlagene Hüfte das mit ein paar blauen Flecken weggesteckt hat. Aber jetzt ist es an der Zeit, den griesgrämigen Vorstand daran zu erinnern, dass doch eine Räumungsfirma bezahlt wird. Vielleicht traut sich auch der Gottlieb wieder zum Supermarkt rüber wenn der Gehweg erst wieder begehbar ist.
Kaum erhält der Vorstand die Nachricht, prahlt er auch schon im Kolonie-Chat mit seinen heroischen Taten: Er habe die säumige Firma angerufen! Mit Fotos! Was für ein Held er doch ist und wie er sich für das Wohl der Gemeinschaft einsetzt. Kein Wort davon, dass sich erst jemand blaue Flecken holen musste, um ihn überhaupt in Bewegung zu setzen.
Gerüchteküche und Vorstands-Allüren
Das lässt Max sich nicht bieten und schreibt eine bissige Nachricht. Diese wird prompt unter allen Vorstandsmitgliedern herumgereicht – garniert mit hämischen Kommentaren.
Und jetzt nimmt das Unheil erst richtig seinen Lauf: Gerüchte und handfeste Lügen fliegen von Zaun zu Zaun. Was müsse der Max auch mit dem Fahrrad fahren!? Geschieht ihm doch recht, wenn er sich direkt vor seiner Hütte auf die Fresse packt! Er solle sich doch die Knochen brechen, wenn es ihm nicht passt! Dass sie nicht noch behaupten, er habe mit dem Traktor in der vereisten Kolonie den Rollstuhlfahrer über den Haufen gerannt, ist fast verwunderlich.
Kommt vielleicht noch, nachdem diese Geschichte hier online ist.
P.S.: Max hat versucht, sich gegen die Gerüchteküche zu wehren. Als Antwort wurde er vom zweiten Vorstand aufgefordert, "sein Fahrrad in der Garage zu lassen" (hier bitte ein lautes LOL einfügen).
Krönung des Ganzen: Er solle ein ausführliches Konzept erarbeiten, wie man die Wege der inneren Kolonie (von denen im ursprünglichen Streit gar nicht die Rede war) im nächsten apokalyptischen Winter freihalten könne. Das würde man dann auf der nächsten Versammlung besprechen.
Was mir dazu einfällt? Ein Spruch meiner Oma: Setzen, sechs!
Fußnote:
*Sämtliche Ähnlichkeiten mit real existierenden Menschen sind rein zufällig. Hier ist alles frei erfunden. Wer denkt, er sei gemeint, melde sich bitte – dann schreibe ich halt um und mache aus einem Max einen Moritz und aus einem missgünstigen Vorstand eine freundliche junge Frau.
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Gartenkrimis
